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18.12.2018 Vom Wind Nord-Ost an der Startbahn null drei sang einst Reinhard Mey.

Von diesem Wind, aber vor allem von den Startbahnen konnten sich nun einige Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Rimbach selbst überzeugen- und das aus nächster Nähe. Das war aber nur eines von vielen Erlebnissen, die sie auf ihrem Ausflug nach Frankfurt machten. Als Weihnachtsausflug führten die Klassenlehrkräfte Matthias Ehlers und Marissa Conrady die Klasse 8b in die Mainmetropole. Zunächst wartete eine exklusive Tour am Frankfurter Flughafen auf die Gruppe. Wie bei den richtigen Passagieren mussten die Neugierigen hier aber zuerst die Sicherheitskontrollen überwinden. Nachdem einige Schüler ihre spitzen Geodreiecke und Zirkel abgegeben hatten, ging es weiter durch die Sicherheitsschleuse. Alle Elektrogeräte, alle Gegenstände aus den Hosentaschen mussten in Boxen durch den Scanner fahren, dazu alle Jacken, Schals und Gürtel – und auch vom Ausziehen der Stiefel blieben einige Damen der Gruppe nicht verschont. Wer dem Detektor beim Durchschreiten ein Piepsen entlockte, musste sich nochmal erneut abtasten lassen. Nachdem aber schließlich alle 22 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte diese Kontrollen bestanden hatten, konnte es endlich losgehen. Mit einem großen Shuttlebus ging es kreuz und quer über das Gelände des Flughafens. Vorbei an Flugzeugen, die gerade aus- oder beladen wurden, an Cargo-Flugzeugen und ganz besonderen Flugzeugmodellen. Geführt wurde die Gruppe von einer jungen Angestellten des Flughafens, die allerhand zu berichten wusste. So erfuhren die Jugendlichen unter anderem, dass der Frankfurter Flughafen der größte Arbeitgeber der Region ist – 83000 Menschen sind dort beschäftigt. Tourleiterin Jasmin wusste auch einiges über mögliche Ausbildungsberufe zu berichten. Besonders die Flughafenfeuerwehr sei immer auf der Suche nach Azubis, aber auch die Arbeit als Fluglotse interessierte die Schülerinnen und Schüler. Während Jasmin erzählte, ging es vorbei am größten Passagierflugzeug der Welt der Singapur Airline, ebenso wie am zurzeit modernsten Flugzeug der japanischen Flotte. Besonders spannend war aber dann das Rollfeld. Alle 30-40 Sekunden startet vom größten deutschen Verkehrsflughafen ein Flugzeug, circa  64 Millionen Passagiere sind 2017 dort abgefertigt worden, ganz zu schweigen von den vielen Tieren.

Vor Staunen über die startenden und landenden Flugzeuge jedoch, verklang das ein oder andere Wort der Tour ungehört. Denn so nah waren viele der Schülerinnen und Schüler einem Flugzeug bisher noch nie gekommen. Ganz aus der Nähe zu sehen, wie ein solcher Koloss auf 300 Stundenkilometer beschleunigt und abhebt, ließ alle ehrfürchtig verstummen. Viel zu schnell verging die Zeit in der Führung und so machte die Gruppe sich schließlich volle Eindrücke auf in die Frankfurter Innenstadt. Dort stand als nächstes ein Besuch der Paulskirche auf dem Programm. Im Geschichtsunterricht hatten die Jugendlichen schon davon gehört und gelesen, nun aber selbst an dem Ort zu sein, an dem Deutschland gegründet worden war, machte das Unterrichtsgeschehen auch greifbar. Gespannt lauschte die Klasse den erklärenden Worten ihres Lehrers Matthias Ehlers, der einen kurzen Überblick über den geschichtsträchtigen Ort gab.

Um ihren Orientierungssinn zu schärfen, hatten die Schüler dann noch Zeit auf eigene Faust die Stadt und einige Weihnachtsmarktbuden zu erkunden. Erschöpft von den vielen neuen Eindrücken traten die Schüler am frühen Abend dann wieder die Heimreise in den Odenwald an – allerdings per Zug. Dennoch war auch auf der Heimreise der Flughafen noch Gesprächsthema und der Ein oder Andere wird vielleicht nach dem Schulabschluss wieder kommen, um Teil der Flughafengemeinde zu werden. is